Die Ansprüche von Fußgängern, Lieferverkehr, ÖPNV und Radverkehr erweisen sich dabei in den Stadtzentren allzu oft als gegensätzlich. Weil der vorhandene Raum knapp ist, konkurrieren Bewohner, Besucher, Pendler, Beschäftigte und Zulieferer untereinander. Autos blockieren häufig Gehwege, stehen auf Grünflächen, Radwegen oder Busspuren. Die ruhenden Blechkarossen sind indes nicht nur unschön anzusehen, sie gefährden häufig auch andere Verkehrsteilnehmer. Die Stadtverwaltungen versuchen daher Autofahrer zu bewegen, Parkhäuser zu nutzen oder private und weiter entfernt liegende Stellplätze aufzusuchen. Auch der Umstieg auf nachhaltigere Verkehrsmittel wäre ein lohnende Alternative für alle Beteiligten. Aber freundliche Appelle haben bisher nichts bewirkt. Ein viel diskutiertes Mittel ist die Parkraumbewirtschaftung. Damit betreten die Verwaltungen allerdings „vermintes Gelände“. Auch politisch will sich möglichst niemand die Finger verbrennen. Dabei ist ein effektives Parkraummanagement die einzige Möglichkeit, die Flächennutzung im öffentlichen Raum im Interesse aller Beteiligten zu steuern. Doch eingeschliffenes Verhalten zu ändern ist schwer, solange Autofahrer einen kostenfreien Parkplatz in der Stadt als selbstverständlich für sich beanspruchen.










