Natürlich gibt es auch attraktive Modelle, die sich gut in die Nachbarbebauung passen und über den eigentlichen Nutzen hinaus eine Funktion haben, zum Beispiel den Garten gegenüber dem Straßenlärm abzuschirmen. Doch Garagen können viel mehr sein als ein Platz für das Auto. Wie der Keller eines Hauses bieten sie zusätzlich Stauraum oder ein Dach über dem Kopf, um das Fahrrad zu reparieren, die Blumen umzutopfen oder den Müll getrennt zu sammeln. Tatsächlich wird jede fünfte Garage in Deutschland hauptsächlich als Werkstatt, Abstell-, Fitness- oder Hobbyraum genutzt. Doppelt so viele junge (18- bis 29-Jährige) wie ältere Leute (30- bis 65-Jährige) pflegen ein Hobby in der Garage. Siebzig Prozent der Befragten gaben an, dass das Auto immer noch der wichtigste Gegenstand in ihrer Garage ist. Sie bietet dem Fahrzeug Schutz vor schlechter Witterung, Mardern, Vandalismus oder Diebstählen. Besitzer von Garagenfahrzeugen profitieren überdies von geringeren Reparaturkosten, Rabatten bei der Kfz-Versicherung und einem höheren Wiederverkaufswert. Am häufigsten werden Fahrräder und Werkzeug in der Garage gelagert, auch Rasenmäher und Farbeimer finden häufig darin Platz. Wer keine eigene Garage hat, kann sich eine kaufen oder mieten. Die Miethöhe ist frei verhandelbar und hängt davon ab, wie hoch das PKW-Aufkommen der jeweiligen Stadt ist. In Berlin kostet ein Tiefgaragenstellplatz in Berlin-Mitte rund 170 Euro monatlich, in Hamburg in der Hafen-City rund 180 Euro. In München Schwabing kann man für 25.000 Euro einen Tiefgaragenstellplatz kaufen. In einer Tiefgarage darf man aber lediglich ein Auto abstellen.










