Danach waren die Finnen mit ihrer Wohnsituation am zufriedensten. Auf einer Skala von 0 für „überhaupt nicht zufrieden“ bis 10 für „vollkommen zufrieden“ erreichen sie den Wert 8,4 vor Dänemark und Österreich mit jeweils 8,3. Am Ende der Skala liegt Bulgarien mit 6,0 noch nach Lettland und Griechenland mit jeweils 6,6. Sehr große Unterschiede gibt es bei der Überbelegungsquote. Darunter versteht man, dass einer Person im Verhältnis zur Größe des Haushalts zu wenig Platz zur Verfügung steht. In Rumänien lebte jeder Zweite in einem überbelegten Haushalt (52,3% der Bevölkerung). Eine hohe Überbelegungsquote verzeichneten auch Ungarn (44,6%), Polen (44,2%) und Bulgarien (43,3%). In Belgien, Zypern und den Niederlande gibt es die wenigsten überbelegten Haushalte. Sehr aufschlussreich sind die Angaben über die Belastung durch Wohnkosten. Griechenland liegt mit immensem Abstand vor allen anderen EU-Staaten. Dort sind 40,7 Prozent der Bevölkerung durch Wohnkosten überlastet. Ein Wert lässt aufhorchen: Gleich nach Griechenland folgt Deutschland mit 15,9 Prozent in dieser Liste, wenn auch mit einigem Abstand. In Malta wohnen nach Zypern, Frankreich und Finnland die wenigsten Menschen, die zu hohe Wohnkosten tragen müssen. Griechenland hat zugleich mit den sehr hohen Wohnkosten eine sehr hohe Eigentumsquote, nämlich 74 Prozent. Deutschland hat mit 52,5 Prozent die niedrigste Eigentumsquote unter allen EU-Staaten. Auch in Österreich und Dänemark wohnen vergleichsweise viele Bürger zur Miete.










