Es sei denn, er nimmt ein „Autoette“, das ist ein Golf-Karren oder ein Auto, das kürzer ist als 3,05 Meter. Der Fahrzeugbestand ist limitiert – ähnlich wie in Deutschland auf Hiddensee und den ostfriesischen Inseln sowie in vielen Orten der Schweiz, zum Beispiel Zermatt.
Die Stadtverwaltung von Santa Catalina begründet diese Maßnahme mit dem geringen Platz auf der Insel und dem schönen Stadtbild, das bewahrt werden soll. Auch die Uferpromenade der Hauptstadt Avalon ist eine Fußgängerzone. Außer den gewerblichen Fahrzeugen für Müllabfuhr, Feuerwehr und das Taxigewerbe hat Avalon auch die Zahl der privaten Pkw auf der Insel begrenzt. Erst wenn ein Einheimischer wegzieht und seine Pkw-Genehmigung nicht mehr braucht, kann ein anderer eine bekommen. Das dauert zur Zeit rund 14 Jahre.
In Deutschland wird der Wirtschaftverkehr hauptsächlich von Dieselfahrzeugen bewältigt, und auch im Personenverkehr spielen Fahrzeuge mit geringen Emissionen an Lärm und Abgasen keine große Rolle. Auf den städtischen Wirtschaftsverkehr entfällt immerhin ein Drittel des gesamten städtischen Verkehrs mit Gütertransporten und Dienstleistungsfahrten sowie Fahrten mobiler Pflegedienste oder der Stadtreinigung. Dort anzusetzen ist vielversprechend, doch es wird wohl noch eine Weile dauern, bis der Autoverkehr in Deutschlands Städten so wenig stört wie auf Santa Catalina.










