In diesem Spannungsfeld erwarten Analysten kurzfristig Zinsschwankungen um ein insgesamt günstiges Niveau, mittel- bis langfristig können die Zinswende in den USA und eine konjunkturelle Erholung in Europa zu steigenden Konditionen führen. Die EZB hat in den vergangenen Monaten das selbst gesteckte Ziel einer Inflationsrate von zwei Prozent nicht erreicht. Preissteigerungen stellen sich aber auch deshalb nicht ein, weil die Energiepreise niedrig sind. Der Rohölpreis liegt derzeit auf einem Tiefststand. Die Verbraucher freut’s, und Immobilieninteressenten können auch im kommenden Jahr noch mit guten Finanzierungsbedingungen rechnen. Zum ersten Mal seit Jahren ist das Finanzierungsvolumen für Immobilien, das die Bundesbank statistisch ermittelt, stark angestiegen. Dazu haben die teilweise kräftig steigenden Immobilienpreise in einigen Metropolregionen beigetragen aber auch die gestiegene Zahl von Immobilienkäufen und zunehmend die sich jetzt deutlich belebende Baukonjunktur in Deutschland. Eine Immobilienblase sei aber nicht in Sicht, belegt eine aktuelle Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der Freien Universität Berlin. „Von einer Blase kann man nur sprechen, wenn die Preise auch wieder fallen“, sagt Prof. Heike Joebges. Solange die Zinsen aber niedrig blieben, müsse es nicht unbedingt zu einem Preisverfall kommen.










